Meldung:
30. August 2009
SPD, FDP und Grüne gewinnen deutlich hinzu
Historisches Ergebnis bei Ratswahl
Nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die Versmolder Stadtvertretung wurden am 30. August gewählt. Die Wahl endete mit einem historischen Ergebnis. Erstmals in der Geschichte der Stadt wird die Versmolder SPD um Patrick Schlüter und Liane Fülling stärkste Fraktion im Rat sein. Sie erhielt 43,42 Prozent und 16 Mandate. Auch die FDP und die Grünen konnten deutlich hinzu gewinnen.
FDP und Grüne mit jeweils zwei Mitgliedern mehrSo kam die FDP auf 13,01 Prozent der Stimmen (fünf Mandate), die Grünen auf 9,58 Prozent (vier Mandate). Beide Parteien konnten damit jeweils zwei Mandate im Stadtrat hinzugewinnen.
Herbe Verluste bei der CDUHerbe Verluste hingegen musste die CDU hinnehmen. Sie erzielte 28,87 Prozent der Stimmen und verlor damit fast 13 Prozentpunkte gegenüber dem Ergebnis 2004. Bereits bei der letzten Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU über elf Prozentpunkte verloren. Im neuen Rat werden die Christdemokraten mit elf Mitgliedern vertreten sein.
Verluste auch bei der UWGVerluste gab es auch bei der UWG. Sie zieht mit zwei Mitgliedern in die neue Stadtvertretung ein und bekam 5,12 Prozent der Stimmen. Das sind 2,76 Prozent weniger als bei der Kommunalwahl 2004.
SPD gewinnt 16 von 17 Wahlkreisen direkt / Hardiek holt bestes ErgebnisEine deutliche Sprache auch bei den Direktmandanten. In 16 von 17 Wahlkreisen lagen die Kandidaten der Versmolder SPD vorne und holten die Mandate direkt. Dabei erzielte Versmolds Stellvertretender Bürgremeister Horst Hardiek in seinem Peckeloher Wahlkreis mit 54,99 Prozent das mit Abstand beste Ergebnis. Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse von Heiner Kamp (FDP) in einem Innenstadtwahlkreis und Jutta Redecker (Grüne) in Bockhorst. Kamp holte für seine Partei 28,77 Prozent, Redecker 22,78 Prozent. Bei der UWG ragt Susanne Stuckmann-Gale heraus, die in einem Innenstadtwahlkreis 9,23 Prozent der Stimmen erhielt. Den einzigen direkten Sitz der CDU holte Marianne Kampwerth in Oesterweg.
Größerer Rat durch ÜberhangmandateDas deutliche Votum der Versmolderinnen und Versmolder bei der Verteilung der Direktmandate führt zu einer Vergrößerung des Rates. Hatte die Stadtvertretung bisher 34 Mitglieder plus Bürgermeister, werden es nun 38 plus Bürgermeister sein. Das liegt an den Überhangmandaten, die durch die hohe Anzahl an direkt gewonnenen Wahlkreisen der SPD entstanden sind. Diese Überhangmandate werden nach dem Wahlrecht durch zusätzliche Ratssitze bei anderen Parteien ausgeglichen.
SPD sucht Zusammenarbeit mit allen ParteienDie SPD, die erstmals in der Geschichte der Stadt mit Liane Fülling und Udo Brune auch die beiden Versmolder Kreistagswahlkreise direkt holt, deutete noch am Wahlabend ein Zugehen auf alle anderen im Rat vertretenen Parteien an. So stellten Patrick Schlüter und Liane Fülling von der Versmolder SPD stellten klar: "Wir werden die Zusammenarbeit mit allen Parteien suchen."